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Behandlung von Sonnenschäden: Sonnenbrand, Sonnenallergie und Hautalterung



Viele Zellschäden der Haut kann unser Organismus durch das körpereigene Reparatursystem ausgleichen. Spätfolgen können jedoch dann auftreten, wenn man sich zu oft und bedenkenlos der Sonne aussetzt und einen Sonnenbrand bekommt.

Sonnenbrand richtig behandeln

Verbrennungsgrade bei Sonnenbrand:

Grad 1: Rötung der Haut, Brennen und Schmerz, eventuell Schwellung
Grad 2: Blasenbildung
Grad 3: Nekrose (Zelltod)

Leichter Sonnebrand: Kühlen und den Schmerz stillen

Bei leichtem Sonnenbrand sind als Behandlung kühlende Maßnahmen, beispielsweise mit feuchten Umschlägen, kühlenden Cremes oder Gels, ausreichend. Sollten Schmerzen auftreten kann eine Therapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika, wie beispielsweise Acetylsalicylsäure oder Diclofenac, hilfreich sein.

Blasenbildung: Blasen nicht öffnen und einen Arzt zurate ziehen

Blasen bei einem Sonnenbrand sollte man nicht öffnen. Bei sehr starker Sonneneinstrahlung mit großer Hitze können Unwohlsein mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Kreislaufkollaps hinzukommen. Bei solchen Beschwerden sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt hinzuziehen. Auch die Behandlung eines schweren oder großflächigen Sonnenbrands mit Blasenbildung gehört in ärztliche Hand.

Hoffnung in neuen Wirkstoff Photolyase

Hoffnung setzten Medizin und Kosmetikindustrie derzeit in einen neuen Wirkstoff – das Enzym Photolyase. Dieses wird aus einer bestimmten Alge, der Anacystis nidulans, gewonnen. Untersuchungen zeigen: Auf die Haut aufgetragen, kann die Photolyase einen Sonnenbrand nicht nur verhindern, sondern wirkt auch nachträglich. Nach einem Sonnenbrand verwendet, repariert es Schäden der Zell-DNS der Haut, die durch die UVB-Strahlung entstanden sind. Um zu wirken, muss die Photolyase allerdings in die Haut „geschleust“ werden. Dazu muss das Enzym in Liposomen eingeschlossen werden. Diese liposomale Zubereitung sehen die Experten derzeit noch kritisch, da nicht klar ist, ob bei diesem Transportweg nicht auch schädliche Substanzen in die Haut gelangen können.

Weitere Informationen über Symptome, Therapie und Vorbeugung des Sonnenbrands finden Sie hier.

Sonnenallergie

Unter den Begriff Sonnenallergie fallen verschiedene Erkrankungen, die je nach Ursache einer unterschiedlichen Behandlung bedürfen. In manchen Fällen ist bei Sonnenallergie konsequenter Lichtschutz erforderlich, in anderen das Meiden bestimmter Kosmetika oder anderer auslösender Chemikalien. Manchmal wird ein Abhärten durch ärztlich verordnete UV-Lichtbestrahlung als Behandlung empfohlen.

Auch Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunleiden und die Einnahme bestimmter Medikamente können die Hauterscheinungen einer Sonnenallergie unter Lichteinfluss auslösen. Die Behandlung der Sonnenallergie verläuft dann entsprechend der Ursache.

Weitere Informationen über Formen, Symptome und Therapie der Sonnenallergie finden Sie hier.

Frühzeitige Hautalterung

Übermäßiger Sonnengenuss führt zu frühzeitiger Hautalterung. Nur ein vorsichtiger Umgang mit Sonne und UV-Licht sowie ausreichender Lichtschutz kann weitere Schäden verhindern.

In einem gewissen Umfang können kosmetische Beeinträchtigungen der Altershaut mit dem verschreibungspflichtigen Tretinoin (Vitamin-A-Säure) gebessert werden, aber nur vorübergehend. Dabei wird die UV-bedingte Degeneration des Bindegewebes vermindert, gleichzeitig kommt es zur verstärkten Abschälung von Hornschicht und Mitessern. Nebenwirkungen der Behandlung können Hautrötung und Brennen sein. Die Haut wird zwar weich, glatt, glänzend und rosig, die Lichtschäden werden geringer, aber nur für die Dauer der Behandlung. Ähnlich, aber schwächer wirksam sind Fruchtsäuren. Sie werden in vielen Kosmetikprodukten verwendet.
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