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Vitalstoffe bei Diabetes mellitus



Bei Diabetes mellitus können Vitalstoffe die Therapie bei einer Unterversorgung unterstützen. Jedoch sollten diese nicht die vom Arzt verordneten Medikamente ersetzen. Es gibt keine Daten, die für eine alleinige Therapie mit Vitalstoffen sprechen.

Vitalstoffe bei nachgewiesenem Mangel

In der wissenschaftlichen Medizin wird die zusätzliche Einnahme von Mikronährstoffen nur in bestimmten Fällen, in denen ein Mangel nachgewiesen wurde, empfohlen. Dies kann bei Patienten mit Diabetes mellitus der Fall sein. Jedoch wird in solchen Fällen zunächst die Ernährung auf eine gesunde und ausgewogene Kost umgestellt. Von einer routinemäßigen Zusatzversorgung mit Vitalstoffen wird abgeraten.

Wichtige Vitalstoffe bei Diabetes mellitus

Alpha-Liponsäure (ALA, auch Alpha-Linolensäure oder Thioctsäure): Sie gehört zu den essentiellen Omega-3-Fettsäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann. Bei Diabetes wird Alpha-Liponsäure aufgrund seiner antioxidativen Wirkung eingesetzt. Als Antioxidans wirkt es gegen Zellschäden durch oxidativen Stress, der zum Beispiel durch hohe Blutzuckerspiegel verursacht wird. Auf die Glukoseaufnahme in Muskeln, die Insulinwirkung, das Körpergewicht und vor allem die diabetische Neuropathie scheint ALA eine positive Wirkung zu haben. Es können jedoch Neben- und Wechselwirkungen – zum Beispiel mit Medikamenten zur Blutverdünnung oder gegen Krebs – auftreten.

Chrom: Dieses Spurenelement kann der Körper nicht selbst bilden. Es muss daher mit der Nahrung aufgenommen werden. Chrom ist an der Insulinwirkung beteiligt und scheint einen positiven Einfluss auf die Verwertung des Blutzuckers im Körper zu haben. Allerdings ist es schwer, einen Chrommangel nachzuweisen und eine positive Wirkung von Chrompräparaten bei Diabetes ist nicht sicher belegt. Bei einer längerfristigen oder hochdosierten Chromeinnahme kann es zu Wechsel- und Nebenwirkungen kommen: Für Diabetiker besteht vor allem die Gefahr, Nierenprobleme zu entwickeln.

Coenzym Q10 (auch CoQ10): Diese vitaminähnliche Substanz trägt in den Körperzellen zur Energiegewinnung bei und wirkt antioxidativ. Coenzym Q10 senkt nicht den Blutzuckerspiegel, könnte aber helfen, diabetesbedingten Herzerkrankungen vorzubeugen. Bei der Einnahme von CoQ10 könnten Wechselwirkungen – zum Beispiel mit Medikamenten zur Blutverdünnung, gegen Bluthochdruck oder gegen Krebs – auftreten.

Knoblauch: Auszüge aus diesem Gewürz sind als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform erhältlich. Dabei ist vor allem Allicin, der stark riechende Inhaltsstoff des Knoblauchs, medizinisch interessant. Zwar ist die positive Wirkung von Knoblauch bei Diabetes Typ 2 nicht sicher belegt, aber negative Wirkungen scheint es nicht zu geben. Dennoch können Wechselwirkungen – zum Beispiel mit blutverdünnenden Medikamenten – auftreten.

Magnesium: Dieser Mineralstoff übernimmt viele wichtige Funktionen im Körper. Je höher der Magnesiumspiegel ist, umso besser sind die Insulinempfindlichkeit und die Insulinwirkung. Bei Diabetikern sind die Magnesiumwerte häufig sehr niedrig, was zu Komplikationen beitragen könnte. Magnesiumpräparate können für Diabetiker eine gute Ergänzung zur Magnesiumaufnahme durch eine ausgewogene Ernährung sein. Magnesium kann Wechselwirkungen mit bestimmten Antibiotika, Herzmedikamenten und anderen Medikamenten auslösen.

Omega-3-Fettsäuren: Der Begriff Omega-3-Fettsäuren bezeichnet eine Gruppe von essentiellen Fettsäuren, die für viele Körperfunktionen wichtig sind. Sie sind vor allem in Fisch, bestimmten Pflanzenölen, Nüssen und Vollkornprodukten enthalten. Von diesen Fetten ist bekannt, dass sie die Blutfettwerte verbessern und das Risiko für Herzerkrankungen – von denen Diabetiker besonders häufig betroffen sind – senken. Auf die Blutzuckereinstellung haben Omega-3-Fettsäuren keine Wirkung. Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren (zum Beispiel Fischölkapseln) können für Diabetiker eine gute Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung mit Fisch und wertvollen, pflanzlichen Ölen sein. In hoher Dosierung könnten Wechselwirkungen mit bestimmten Herzmedikamenten auftreten.

Vitamin E: Dieses fettlösliche Vitamin wirkt antioxidativ. Aus diesem Grund nahm man an, dass Vitamin E die Arteriosklerose bremsen könnte, die durch oxidativen Stress – zum Beispiel bei hohen Blutzuckerwerten – begünstigt wird. In zahlreichen Studien konnte aber keine Verringerung der Arteriosklerose und des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch regelmäßige Vitamin E-Einnahme nachgewiesen werden. Der Grund dafür ist nicht bekannt – vermutet wird, dass mit der Nahrung bereits genug Vitamin E aufgenommen wird und daher eine zusätzliche Einnahme keine Wirkung mehr hat.

Zimt:
Ein Bestandteil von Zimt scheint die Abgabe von Insulin ins Blut zu fördern und dadurch auf den Blutzuckerspiegel zu wirken. Die blutzuckersenkende Wirkung von Zimt wird vor allem bei schlechten Blutzuckerwerten beobachtet. Da momentan der wirksame Bestandteil noch nicht bekannt ist, kann man nicht sagen, welche Zimtpräparate wirken, beziehungsweise wie stark sie wirken und wie groß der Nutzen für Diabetiker ist. Außerdem diskutieren Experten im Moment, ob das in Zimt enthaltene Cumarin sogar gesundheitsschädigende bis krebsauslösende Wirkung haben kann – besonders wenn es, wie bei Diabetikern häufig, über längere Zeit angewendet werden soll.

Zink: Studien zeigen, dass Zink einen geringen, aber positiven Effekt auf den Nüchternblutzuckerwert hat, sodass möglicherweise eine erhöhte Zinkzufuhr die Therapie bei Diabetes mellitus positiv beeinflussen kann.

Bitte beachten Sie: Die Behandlung von Diabetes mellitus sollte grundsätzlich durch einen Arzt erfolgen.

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