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Das metabolische Syndrom



Die für Diabetes mellitus Typ 2 charakteristische Insulinresistenz kann häufig bei übergewichtigen Personen mit Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten beobachtet werden. Die Kombination von Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und gestörtem Glukose-Stoffwechsel wird als metabolisches Syndrom oder auch Wohlstandssyndrom bezeichnet.

20 bis 30 Prozent der Deutschen sind vom metabolischen Syndrom betroffen. Viele davon entwickeln bereits früh Schäden an den Blutgefäßen und tragen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Menschen mit starker erblicher Belastung für Diabetes mellitus Typ 2 sollten daher regelmäßig auf Gefäßkomplikationen hin untersucht werden, Menschen aus Familien mit hohem Blutdruck auf das Vorhandensein eines Diabetes mellitus Typ 2.

Das Bauchfett

Bei der Entstehung der genannten Erkrankungen kommt dem Fettgewebe eine wichtige Rolle zu: Es ist nicht nur Energiespeicher, sondern wirkt als Organ, das verschiedene Botenstoffe produziert. Insbesondere das Bauchfett setzt Botenstoffe frei, die chronische Entzündungen hervorrufen und somit die Entstehung von Arteriosklerose begünstigen können. Außerdem vermindert es die Insulinwirkung und fördert so die Entstehung von Diabetes mellitus. Schließlich werden im Bauchfett auch Substanzen gebildet, die die Blutgerinnung und den Blutdruck beeinflussen können.

Einer Untersuchung zufolge scheint ein von Fettzellen freigesetztes Protein eine zentrale Rolle bei der Entstehung der Insulinresistenz zu spielen. Dieses Retinol-binding Protein 4 (RBP4) könnte in Zukunft vielleicht als Marker das Auftreten von Typ-2-Diabetes vorhersagen und die Wirksamkeit vorbeugender Maßnahmen messen.
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